Warcraft: The Beginning

Da ist er also nun endlich. Der erste Film aus dem Hause Blizzard. Warcraft: The Beginning. Für einen Freund der Warcraft-Geschichste stand es für mich außer Frage den Film zu schauen. Auch nachdem div. Seiten geschrieben haben das er nicht der Fantasy Film sei den man sich erhofft hat. All das lies mich kalt. Ich wollte wissen ob es geschafft wurde, die Welt von Warcraft so umzusetzen wie man sie sich vorstellte bzw. ob es geschafft wurde sie so zum Leben zu erwecken wie man sie kennt.

Schon nach den ersten paar Minuten war mir klar, die Macher des Films haben die Welt sehr detailverliebt erschaffen. Als WoW Spieler fühlt man sich sofort zuhause. Aber auch als nicht WoWler der vielleicht nur die alten Strategiespiele Warcraft 1 – 3 gespielt hat sollte man sich sofort heimisch fühlen. Man erkennt ohne groß überlegen zu müssen Sturmwind, Eisenschmiede oder Dalaran. Letztere Stadt fliegt im Film schon. Hier war ich mir nicht ganz sicher ob das korrekt ist. Wenn mich nicht alles täuscht müsste Dalaran zu der Zeit noch am Boden verankert sein. Ich kann mich aber auch täuschen.

Die Orks waren beeindruckend gut animiert, nur die deutsche Synchro fand ich irgendwie ein bisschen mmmh daneben. Hier hätte ich mir kernigere, rauere Stimmen erhofft. Aber damit kann man leben. Die Synchro der Menschen war hingegen gut, allerdings waren die Dialoge sehr oft etwas fad. Irgendwie hat mir hier der Tiefgang etwas gefehlt.

Das Nächste was ich sehr schade fand war die Tatsache das man hauptsächlich Menschen und Orks gesehen hat. Klar, es war der erste Film, es geht gerade erst los usw. dennoch hätte ich mich sehr darüber gefreut etwas mehr von Zwergen, Gnomen, Nackt- äää Nachtelfen, Trolle Untote usw. zu sehen. Ich habe die Hoffnung das noch weitere Filme kommen und man hier mehr von den anderen Völkern zu Gesicht bekommt. Genug Story bietet Warcraft auf jeden Fall.

Wo ich gerade die Völker angesprochen habe, die Zwerge, die man kurz sieht, gehen i.O. auch wenn ich mir hier ein bisschen mehr vom Look der Cinematics von Blizzard gewünscht hätte. (Meckern auf hohem Niveau)

Auch haben mir die Nachtelfen nicht so ganz gefallen. Auch wenn man sie nur ganz kurz gesehen hat.

Dafür gab es aber so viele positive Sachen in dem Film, das man sie gar nicht alle aufschreiben kann. Mein größter Lachmoment war eh die kleine Szene als die Wache im Verlies gesheept wurde. Ich als alter Magier Spieler fand es einfach nur köstlich. 🙂 Auch das erwähnt wurde der Zauber würde nur ca. eine Minute halten fand ich sehr genial. WoWler sollten das Sheepen ja ausreichend kennen. Auch wenn man es im aktuellen WoW leider nur noch selten bzw. gar nicht mehr braucht.

Als Fazit kann ich sagen, Warcraft: The Beginning ist ein sehr guter Film für Fans von Warcraft und ein guter Film für Freunde von Fantasy. Ich habe allerdings das Gefühl das Zuschauer die Warcraft nicht kennen ein bisschen im Dunkeln tappen. Zumindest ein kleines bisschen.

An Fantasy-Größen wie Herr der Ringe kommt er in meinen Augen nicht ran. Muss er aber auch gar nicht. Schauen würde und werde ich ihn auf jeden Fall noch einige Male. Dann aber zuhause auf der Couch.