Puh, da ist man über ein Jahr nicht mehr am bloggen gewesen und dann kommt man gleich mit einem “Nostalgie-Beitrag” um die Ecke.
Vor wenigen Monaten hat Blizzard die World of Warcraft – The Burning Crusade Anniversary Edition veröffentlich. Für mich war es ein Grund zur Freude, denn TBC (The Burning Crusade) war neben Wrath of the Lichking die Erweiterung von WoW welche ich am meisten gespielt habe und für mich das beste WoW Gefühl geboten hat. Aber warum war das so, und was ist heute anders, bzw. was ist noch immer so wie früher. Ich möchte versuchen ein paar Erinnerungen an die “gute alte Zeit” hier wiederzugeben.
WoW war schon immer ein Spiel in dem ich mich “Zuhause” gefühlt habe, so richtig toll war es allerdings 2007 als The Burning Crusade veröffentlicht wurde. Denn kurz vor dem Release war ich in meiner ersten großen Gilde (Schande über mein Haupt, ich habe den Namen vergessen) mit der ich so schnell wie Möglich Level 58 erreichen wollte um durch das dunkle Portal reisen zu können.
An einem Nachmittag verbrachte ich mit einem Gildenkollegen viel Zeit in Winterquell um von Level 57 auf 58 zu kommen.
Winterquell sah vor dem Cataclysm Addon noch etwas anders aus. Wie man auf dem Screenshot hier rechts gut erkennen kann.
Nachdem Level 58 erreicht wurde ging es für mich in die Scherbenwelt und das Leveln in der neuen Welt ging weiter.
Neue Gebiete, neue Dungeons, neue Aufgaben und vor allem das Fliegen waren nur einige Dinge die für uns besonders waren.
Die Worte von einem damaligen Gildenmitglied und einem damals guten Freund liegen mir noch immer in den Ohren als wären sie erst gestern über TeamSpeak zu mir gewandert. “Es ist alles so toll und das Gold.. man bekommt so viel Gold” Damit war das Gold bei den Questbelohnungen gemeint. Denn das war ordentlich.
Doch das Beste sollte erst noch kommen.
Nach einer gewissen Zeit hat sich unsere Gilde verändert und die alte Gildenleitung gab die Rolle ab und so wurde aus der alten Gilde eine Neue. Ihr Name, Orden des Lichts. Mit dieser Gilde habe ich viele Jahre verbracht, viele Raids, Dungeons und andere Dinge in WoW erlebt.
Das waren nicht einfach Leute mit denen man gespielt hat, Das waren richtige Freunde. Man traf sich im Reallife, veranstaltete Gildentreffen, war zusammen auf der GamesCom oder lud sie damals sorgar zur Hochzeit ein. All das durch ein Spiel.
Aber irgendwann hat alles ein Ende, so auch die wirklich tolle Zeit. Nach einigen Jahren zerbrach die Gilde mehr oder weniger. Div. Leute kamen einfach nicht miteinander klar, woraufhin die Stimmung immer schlechter wurde und ein Teil die Gilde verlassen hat. So auch ich.
Worauf ich aber eigentlich hinaus wollte, Damals war es in WoW einfach besser. Warum auch immer kommt heute in Retail so etwas einfach gar nicht mehr zustande, da jeder sehr viel “solo” erledigen kann. Es ist einfach nicht mehr nötig mit anderen Spielern zu interagieren. Es sei denn man raidet abseits des Dungeonbrowsers. Das finde ich extrem schade.
Kaum ist man aber wieder in The Burning Crusade unterwegs wird man sofort mit einbezogen, in Gilden eingeladen, man schreibt und unterhält sich etc. Es ist sehr viel mehr Leben und Freundlichkeit im Spiel vorhanden als in der modernen WoW Version.
Auch wenn viele Komfortfunktionen nicht vorhanden sind, die Grafik wirklich veraltet ist (dennoch ihren Charm hat) fühle ich mich im alten WoW einfach wohler. Auch wenn ich aktuell in der Tat alleine unterwegs bin.
World of Warcraft - The Burning Crusade Anniversary Edition
