Diablo3 durchgespielt – Mein Fazit


So, gestern Abend, kurz vor 23 Uhr ist Diablo also umgefallen. Als Diablo-Fan der ersten Stunde muss ich leider sagen dass ich vom dritten Teil enttäuscht bin. Das Spiel ist gut, das steht außer Frage. Doch gibt es einige Dinge, die mich extrem genervt haben.

Negativpunkte:

1. Der Onlinezwang
Das ist mit Abstand der größte Bockmisst den Blizzard hat machen können. Wie kann man ein gutes Singleplayer Spiel nur mit einem Online-Zwang belegen, der dann nicht einmal funktioniert. Diablo3 ist nun seit gut 2 Wochen auf dem Markt und Blizzard bekommt es nicht in den Griff den tollen Fehler 37 in den Griff zu bekommen… Für die, die es nicht wissen, Fehler 37 bekommt man immer dann angezeigt wenn man sich nicht einloggen kann, da die Server mal wieder nicht das tun was sie sollen. Das war in den vergangen zwei Wochen leider sehr oft der Fall. Teilweise ging 2 – 3 Tage nichts. Da Blizzard ein verdammt großes Unternehmen ist sollte so etwas nicht passieren. Daher sag ich nur eins. GEBT UNS DEN OFFLINE-MODUS zurück!

2. Boss-Gegner
Jedes gute Action-RPG hat div. Endgegner. So auch in Diablo3. Doch leider sind bis auf 2 Endgegner alle ein Witz. Man klatscht sie leichter um als so manche Champions (Elite-Gegner in der freien Welt). Die Ausnahmen sind in meinen Augen Izual und Diablo selbst. Die zwei sind schon ein bisschen knackig.

3. Die Welt
Diablo2 hatte etwas, wodurch man immer wieder Lust bekommen hat es noch einmal durchzuspielen. Eine Welt die Zufallsgeneriert war. Das fehlt in Diablo3 leider komplett. Hier rennt man immer wieder durch die gleichen Abschnitte die exakt gleich aussehen. Nicht ds jeder Akt gleich aussieht. In Diablo2 wurde bei einem Neustart des Spiels die Welt neu zusammengesetzt.

4. Akt IV
Der letzte Akt ist in meinen Augen verdammt kurz. Wenn ich mich recht erinnere war der in den Vorgängern um einiges länger. Ich habe für den letzten Abschnitt gerade einmal 45 Minuten gebraucht. Sorry, aber das geht mal gar nicht. Er war sehr schick gestaltet, aber zu kurz.

5. Das Video zum Schluss
Man ist es irgendwie gewöhnt dass der Schluss eines Spieles immer ein besonderes Video parat hält. Doch leider ist das Schlussvideo in meinen Augen das schlechteste von den ganzen Zwischensequenzen.

6. Das Echtgeld-Auktionshaus
Gegenstände für echtes Geld kaufen? Nein Danke, Durch diese Aktion zieht man Hacker doch nur noch mehr an. Ich werde keine Gegenstände kaufen / verkaufen.

7. Diablo selbst
Fast hätte ich es vergessen. Diablo selbst sieht im dritten Teil leider einfach nur sch… aus. Anders kann man es nicht sagen. Ein weiblicher Diablo geht irgendwie nicht. Nicht nachdem man einen muskelbepackten Diablo aus Diablo2 im Kopf hat.

Jetzt aber mal zu den positiven Dingen.

1. Die Atmosphäre
Man ist sofort wieder im „Diablo-Wahn“ Die Stimmung, die Musik, die Grafik usw. all das wirft dich wieder in das Gefühl zurück hier ist Diablo am Werk. Man verfällt sofort wieder in den Sammelwahn um bessere Gegenstände zu finden.

2. Die Grafik
Auch wenn es keine High-End Grafik ist, ist die Optik durchaus stimmig. Großer Vorteil – es läuft so gut wie auf fast jedem Rechner.

3. Die Musik
Die Hintergrundmusik ist wie bei den meisten Blizzard-Spielen einfach nur top.

4. Die Geschichte
Die Geschichte von Diablo3 spielt 20 Jahre nach Diablo2 und ist sehr gut erzählt. Es macht Spaß den NPCs bei ihren Geschichten zuzuhören.

5. Die Zwischensequenzen
Nach jedem Akt kommt eine gerenderte Zwischensequenz. Diese sind echt sehenswert. Von Blizzard ist man auch nichts anderes gewohnt. Auch hier beweist der Laden wieder einmal eindrucksvoll das sie es drauf haben.

Fazit:
Soll man nun Diablo3 spielen oder nicht? Ich sage Jaein. Wer über den Online-Zwang, Fehler 37 und den anderen Schwächen hinweg schauen kann, kann bedenkenlos zugreifen. Das Spiel ist an sich gut. Allen anderen rate ich Finger weg! Der Frustfaktor ist im Moment so extrem hoch, das es keinen Spaß macht das Spiel zu spielen. Lieber auch Tourchlight 2 warten und abwarten was aus Diablo3 wird. Nicht ohne Grund geben sehr viele Spieler ihr Spiel zurück.

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