Edison – Ein Leben voller Licht

Eigentlich sollte der im Winter 2016/17 gedrehte Edison – Ein Leben voller Licht bereits Ende 2017 in die US-Kinos kommen und bald darauf in den restlichen Kinos der Welt gezeigt werden. Doch leider wurde der Film Opfer des Skandals um Harvey Weinstein, dem Boss des zuständigen US-Verleihs TWC. Erst zwei Jahre später wurde der Film dann doch noch auf den Leinwänden in Nordamerika gezeigt und floppte natürlich. Ursprünglich war der Streifen sogar als Oscar-Kandidat gehandelt und dementsprechend auch beworben worden. Auch die prominente Besetzung hat leider nichts dazu beigetragen, dass der Film noch zum Erfolg wurde. Namen wie Benedict Cumberbatch, Michael Shannon, Nicholas Hoult oder Katherine Waterston stehen hier dabei. 

Trotz dieser schlechten Vorgeschichte wollte ich den Film unbedingt sehen. Die Geschichte die erzählt wird fand ich sehr interessant und wollte unbedingt wissen wie es im Film umgesetzt wurde. Bis auf ein paar wirre Szenen und Momente in denen man gut aufpassen musste, dass man nicht den Faden verlor kann ich der wirklich schlechten Kritik die man überall liest absolut nichts abgewinnen. 
Der Film ist bombastisch inszeniert, die Schauspieler spielen ihre Rollen alle sehr glaubwürdig und man kann sogar noch einiges lernen. Auch das hin und wieder ein paar Momente dabei waren die einen zum Schmunzeln gebracht haben war absolut perfekt. Ich mag kein großer Filmkritiker sein, aber ich fand ihn einfach sehr gut und würde ihn ohne Wenn und Aber noch ein weiteres Mal anschauen.

Auch war mir nie bewusst was es für einen „Kampf“ der zwei Lager es gab. Gleichstrom (Edison) vs. Wechselstrom (Westinghouse). Dies wurde einem im Film schön vermittelt. Auch dass die beiden Kontrahenten sich zum Schluss hin doch mehr oder weniger versöhnten war echt gut umgesetzt.

Etwas schmunzeln musste ich aber beim Schluss als noch einige Informationen und Fotos der echten Personen gezeigt wurden. George Westinghouse stand ja immer etwas weiter hinten und Thomas Edison war mehr der Mensch für das Rampenlicht. 1911, drei Jahre vor seinem Tod am 12. März 1914, ehrte das American Institute of Electrical Engineers George Westinghouse mit seiner höchsten Auszeichnung, der Edison-Medaille. Der Grund: seine verdienstvollen Leistungen bei der Entwicklung des Wechselstromsystems. Hier musste ich doch etwas schmunzeln da der Name der Medaille den Namen seines Konkurrenten trägt.

Vielleicht oute ich mich jetzt ein bisschen, aber das ist mir egal. Ich wusste trotz dessen dass ich ein so großer Kino-Fan bin bis gestern noch nicht dass Thomas Edison mehr oder weniger das Kino erfunden hat. 

Jeder der sich für Geschichte, die „Erfindung des Stroms“ etc. interessiert oder einfach nur einen guten Film mit Benedict Cumberbatch sehen möchte sollte sich den Film auf jeden Fall anschauen. Wenn ihr nicht ins Kino gehen wollt dann schaut ihn auf jeden Fall auf Scheibe oder per Stream. Es lohnt sich auf jeden Fall.


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